Gedanken z. Monatsspruch
„Gott ist unsere Zuversicht und Stärke." Ps 46,2 (L)
von Pfarrer Alexander Kunick, Evangelische Kirchengemeinde Gaggenau

„Gott ist unsere Zuversicht und Stärke.“ Das ist der erste Teil des Verses aus Psalm 46, 2. Der zweite Teil heißt „…eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben.“ Das klingt schicksalshaft. Große Nöte, die uns getroffen haben, davon kann manche*r ein Lied singen. Ein Unheil trifft uns, aus heiterem Himmel, unvorbereitet, ist wie ein Schlag, der uns ausknockt. Wir können das Gefühl kaum beschreiben. Wir stehen neben uns, sind wie benommen, der Boden tut sich auf, wir drohen zu versinken. Große Nöte, die uns getroffen haben. Eine schlimme Diagnose oder eine Todesnachricht. So etwas erlebe ich bei Einsätzen mit der Notfallseelsorge. Menschen geraten in einen seelischen Schockzustand, wenn sie mit dem Tod eines nahen Angehörigen konfrontiert werden oder Zeuginnen und Zeugen eines schlimmen Ereignisses werden. Große Nöte, die uns getroffen haben. Da muss man erst einmal Halt finden. Trost. Und im Laufe der Zeit eine neue Perspektive. Glaube kann dabei helfen. Glaube an Gott. Gott ist unsere Zuversicht und Stärke. Es ist zunächst ein mühsames Zusammenklauben dessen, was uns trägt. Eine gewaltige Anstrengung, Boden unter die Füße zu bekommen. Doch dann kehren die Lebensgeister zurück, der Wunsch zu kämpfen. Um Gott. Gott ist unsere Zuversicht und Stärke. Mit Gott an unserer Seite, nehmen wir den Weg unter unsere Füße und gehen voran. Wir spüren Zuversicht und Stärke wachsen. Ins Leben.
