Gedanken z. Monatsspruch
„Mir aber hat Gott gezeigt, dass man keinen Menschen unheilig oder unrein nennen darf." Apg 10,28 (E)
von Diakonin Miriam Schönle, Evangelische Matthäusgemeinde Steinbach, Sinzheim
Nachdem Jesus gestorben und auferstanden war, reisten die Apostel durch das Land und erzählten von ihm. Immer wieder hörten auch Menschen von Jesus, die nicht jüdisch waren. Das führte zu großen Diskussionen: Die Jüdinnen und Juden sind Gottes auserwähltes Volk, warum sollen dann auch die anderen Menschen von Gott und Jesus hören und den Heiligen Geist empfangen dürfen?
Da sagte es Petrus den Zweiflern ganz deutlich: „Mir aber hat Gott gezeigt, dass man keinen Menschen unheilig oder unrein nennen darf.“ Und er bestärkte seine Begleiter, dass auch Nichtjuden in Jesus Namen getauft werden sollen. Denn kein Mensch ist besser, heiliger oder reiner als ein anderer Mensch.
Leider ist das Thema Ausgrenzung auch heute noch sehr aktuell und ich würde diese Nachricht von Petrus gern in die Welt schreien – ins Weiße Haus in Amerika und in alle anderen Häuser, in denen politische Entscheidungen getroffen werden. Ich möchte es gern in Schulen und Ausbildungsstätten rufen, an jedem Stammtisch mit veralteten Parolen, in alle Unterkünfte für Geflüchtete und auch zu Dir, wenn du diese Zeilen liest: Kein Mensch ist heiliger und besser als ein anderer! Es ist egal, ob du ein Mann oder eine Frau bist, es ist egal, in wen du dich verliebst, es ist egal, welche Religion du hast, aus welchem Land du kommst und welche Farbe deine Haut hat. Du bist wichtig und richtig, so wie du bist!

