Gedanken z. Monatsspruch
" Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete." (Lk 24,32)
von Pfarrerin Andrea Freisen, Klinikseelsorge Baden-Baden Balg und Bühl

„Brannte nicht unser Herz“ – ein starkes Bild ist das. Sofort habe ich ein Gefühl, eine Vorstellung davon, wie das ist. Kennen Sie das auch, dass Ihnen das Herz brennt?
Ich kann mich erinnern an die Erfahrung, dass bestimmte Worte, bestimmte Begegnungen, aber auch Musik oder Poesie direkt in mein Herz fallen und es Feuer und Flamme sein lassen. Deshalb weil diese Erfahrungen etwas in mir auslösen, was mich im Kern meines Lebens, meiner Lebendigkeit berührt – irgendwie mit dem Leben selbst und seiner Energie verbindet.
Ich kann mich erinnern an die Erfahrung, dass bestimmte Worte, bestimmte Begegnungen, aber auch Musik oder Poesie direkt in mein Herz fallen und es Feuer und Flamme sein lassen. Deshalb weil diese Erfahrungen etwas in mir auslösen, was mich im Kern meines Lebens, meiner Lebendigkeit berührt – irgendwie mit dem Leben selbst und seiner Energie verbindet.
Die Jünger auf dem Weg nach Emmaus waren wie vom Leben abgeschnitten. Schock und Trauer lagen schwer auf ihren Herzen. Alles, was sie geglaubt und gehofft hatten, alles, wofür sie zusammen mit Jesus gebrannt hatten – es schien aus und vorbei.
Der auferstandene Jesus begleitet die Jünger auf ihrem Weg. Er spricht mit ihnen, legt ihnen die Schrift aus, aber ihre Augen, ihre Ohren, ihr Verstand erkennen ihn nicht. Erst als er ihnen das Brot bricht, erkennen sie ihn plötzlich und sie merken im Rückblick, dass ihr Herz viel schneller war als ihre Sinne und ihr Verstand:
„Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete.“
Der auferstandene Jesus begleitet die Jünger auf ihrem Weg. Er spricht mit ihnen, legt ihnen die Schrift aus, aber ihre Augen, ihre Ohren, ihr Verstand erkennen ihn nicht. Erst als er ihnen das Brot bricht, erkennen sie ihn plötzlich und sie merken im Rückblick, dass ihr Herz viel schneller war als ihre Sinne und ihr Verstand:
„Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete.“
Das Wunder der Auferstehung, dass das Leben stärker ist als der Tod, das war für die Jünger mit Kopf, Augen und Ohren zunächst nicht zu begreifen. Das geht mir nicht anders. Ihre Herzen aber, wurden schon von diesem wunder-baren neuen Leben entflammt.
Mir sagt das: Mein Herz hat einen Sensor für alles, wo Leben drinsteckt. Es zeigt mir, wofür ich brenne und was mich lebendig sein lässt und es ist da oft schneller als mein Verstand. Oft höre ich nur leider nicht darauf. Schade eigentlich, denn wer weiß, wofür ich mir ein Herz fassen würde. Und Sie? 