Gedanken z. Monatsspruch

MONAT März 2025
 
"  Wenn bei dir ein Fremder in eurem Land lebt, sollt ihr ihn nicht unterdrücken." Lev 19,33 (E) 
von Pfarrerin Nicola Friedrich, Ev. Kirchengemeinde Gaggenau

Migration war das vorherrschende Thema des zurückliegenden Wahlkampfes. 
Gemeint waren vor allem Menschen, die vor Krieg, Gewalt und Not in ihren Ländern zu uns geflohen sind.
Immer mehr wurde ihr Bild in der öffentlichen Wahrnehmung verzerrt. Es gab die Attentate. Die Täter haben unfassbares Leid verursacht und große Schuld auf sich geladen. Aber sie repräsentieren nicht die unschuldigen Männer, Frauen und Kinder, die hier Zuflucht suchen und darauf hoffen, eine neue Heimat zu finden.
Die Bibel ist da sehr klar: Menschen sind Menschen, egal wo sie geboren sind. Sie sind Kinder Gottes, wie wir. Wir sind Geschwister. Fremde möglichst schlecht zu behandeln, damit andere davon abgeschreckt werden, zu uns zu kommen, ist keine christliche Option. Wenn wir sie würdelos behandeln, beschmutzt das auch unsere eigene Würde und untergräbt unsere Werte.
Gottes Gebote wollen ein gutes Zusammenleben ermöglichen. Sie können uns davor schützen, es zu vergiften.
Deshalb der Monatsspruch nochmal im Zusammenhang: 
Wenn bei dir ein Fremdling in eurem Land lebt, den sollt ihr nicht unterdrücken. Er soll bei euch wohnen wie ein Einheimischer unter euch, und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Ägyptenland. Ich bin der HERR, euer Gott.