Bleibt stehen und schaut zu.
Nicht passiv, angstvoll, gelähmt, ohnmächtig, ratlos, erstaunt, überrascht, Kopf schüttelnd.
Auch nicht dabei, wie andere Gewalt ausüben, zustechen, zuschlagen, kleinmachen, Demokratie verspotten, betrunken Nazi Parolen grölen, alles klein reden, relativeren, erst einmal in Frage stellen, verunsichern, unglaubwürdig machen.
Und auch nicht einfach stehen bleiben und zuschauen, wie andere ihren Glauben leben, Frieden stiften, Barmherzigkeit üben, die Nächsten lieben, die Feinde lieben, Brot teilen, segnen, die verfolgen, ihr Kreuz tragen.
Bleibt stehen und schaut zu. Wie der Herr euch heute rettet.
Heute werdet ihr gerettet. Heute, das ist jetzt, ist nicht irgendwann in der Zukunft, schon gar nicht später.
Heute ist sofort. Bleibt stehen und schaut zu.
Wie Gott das Meer teilt, wie er in Wolken und Feuersäulen erscheint, wie er durch Wüste hindurchführt, wie er Manna regnen lässt vom Himmel, wie ihr Wunder tut, Glauben lebt, Sünden vergebet, mit den anderen eine Meile mitgeht, wie ihr heilt, barmherzig seid.
Also, bleibt stehen. Haltet inne. Schnauft durch. Hört! Auf euch, auf euer Herz, auf Gottes Wort. Legt das Smartphone weg, am besten im Flugmodus, steigt aus, aus dem Karussell der Nachrichtenflut, streift ab eure Sorgen und Ängste. Bleibt stehen. Einen Augenblick, ein paar Minuten, eine Stunde, wenn möglich. Einfach so.
Bleibt stehen, schaut zu, erfahrt, erlebt, genießt, freut euch, wie der Herr rettet.
heute.