Gedanken zum Monatsspruch
„Meine Augen haben deinen Heiland gesehen, das Heil, das du bereitet hast vor allen Völkern." Lk 2,30-31 (L)
von Dekan Christian Link, Evangelischer Kirchenbezirk Baden-Baden und Rastatt

Simeon hat es geblickt, nachdem er ihn erblickt. Er sieht den kleinen Jesus im Tempel und blickt sofort: Das ist Gottes Geschenk. Sein ganzes Leben hat er sehnsüchtig darauf gewartet, Gottes Heiland zu sehen, dieses Heil Gottes für ihn greifbar zu spüren, zu erfahren.
Dafür lobt er Gott und es ist dem Lied anzumerken, wie groß der Frieden, die Freude und die Fülle ist, die ihn erfüllt.
Wann sagen Sie: „Meine Augen haben deinen Heiland gesehen?“ In welchen Augenblicken sind Sie so erfüllt mit Gottes Gegenwart, seiner Kraft, seiner greifbaren Liebe, dass Sie sagen: Ich habe den Heiland gespürt, gesehen, erfahren, erblickt?
Vermutlich schwanken Ihre Antworten jetzt zwischen „Noch nie“ und „selten.“ Geht mir genauso. Doch gibt es sie, diese Augenblicke. Es sind besondere Momente, in denen Gott uns in unserem Leben so berührt, dass wir merken: Heil, Heilung, Liebe berühren oder erfüllen uns.
Ich wünsche Ihnen in diesem Advent solche Heilsmomente: Dann, wenn Frieden sich ankündigt, Zartheit berührt, Erkenntnis sich breitmacht, Musik Herzen erreicht, Seelen getröstet und Menschen zueinander finden.
