Monat April 2022

„Maria von Magdala kam zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie berichtete, was er ihr gesagt hatte.“ Joh 20,18 (E)
von Pfarrerin Mirjam Keim, Ev. Klinikseelsorge, Klinikum Mittelbaden Balg

Was wir aktuell in den Nachrichten sehen, trifft uns ins Mark. Menschen fliehen aus ihrer Heimat, zerstörte Häuser, Soldaten, die unsere Söhne und Ehemänner sein könnten. Not und Krieg. Zerstörung und Fassungslosigkeit. Wir sind hilflos. 
Manchmal werden die Bilder zu viel. Sie rauben uns den Schlaf. Sie brennen sich ein in unsere Herzen. 
Die Macht der Bilder beeinflusst unser Denken und Handeln. Es verändert unsere Sichtweise. Es macht uns aufmerksam und verletzlich. 
Was wir sehen, verändert uns. 
So auch Maria von Magdala. Sie sieht, sie nimmt wahr, es brennt sich in ihr Herz: ich habe den Herrn gesehen. Das verändert ihr Leben, ihr Denken, ihr Bewusstsein. 
Maria von Magdala sieht Jesus und lässt sich von ihm ansprechen. Sie sieht und versteht, dass die Hoffnung trägt. Dass die Verheißung Bestand hat. Dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Sie sieht Jesus, den Auferstandenen und hört seine Zusage: Siehe, ich bin bei euch. Ich habe die Welt überwunden. Ich bin die Auferstehung und das Leben. 
Darauf hoffen wir.