Für feste und langjährige Beziehungen sind gemeinsame Wertvorstellungen wichtig. Diese Erfahrung lang verheirateter Paare wird auch durch Studienergebnisse bestätigt. Und dennoch: Wer in seinem Profil bei einer Online-Partnervermittlung ein Bild hochlädt, erhält in der Regel doppelt so viele Zuschriften wie ohne Bild.
Und deshalb hat Gott ein Bild mitgeliefert, als er den Neustart seiner Beziehung mit uns Menschen in Angriff nahm. Gott, den unsere Augen nicht sehen können, gibt sich zu erkennen, lässt sich anschauen in Jesus Christus als seinem Bild. "Christus ist Bild des unsichtbaren Gottes", wie es uns der biblische Monatsspruch für den April 2021 mitteilt.
Dabei geht es natürlich nicht nur um das Aussehen - zumal wir heute ja auch nicht mehr wissen, wie der Mensch Jesus aussah. Aber in dem, was wir im Neuen Testament über Jesus erfahren, teilt Gott uns auch seine Wertvorstellungen mit. Das gilt gerade auch für den Karfreitag und den Ostersonntag, die dieses Jahr beide im April liegen.
Zu diesen Wertvorstellungen gehört, dass Gott in Jesus an unsere Stelle tritt. Jesus sieht sich am Kreuz von Gott und Menschen verlassen - ähnlich wie Covid-19-Patienten, die auf den Intensivstationen einsam leiden und sterben. Gerade im Leiden an dieser Pandemie tritt Gott in Jesus an unsere Seite. Er hält unsere Gottverlassenheit aus, um für uns Menschen die Beziehung zu Gott wiederherzustellen.
Zu Gottes Wertvorstellungen gehört auch, dass Jesus Christus "der Erstgeborene der ganzen Schöpfung" ist. Die Auferstehung von Jesus Christus an Ostern ist der Beginn einer neuen Schöpfung. In ihr können Menschen in einer Gemeinschaft mit Gott leben, die auch durch den irdischen Tod nicht beendet wird. Denn Ostern gibt uns die Hoffnung auf Auferstehung und ewiges Leben bei Gott.