Neu an Bord: Lehrvikar Paul Geck stellt sich vor
Paul Geck arbeitet seit 1. März 2024 als Pfarrvikar in der Evangelischen Kirchengemeinde Bühl. Was sind seine bisherigen Lebensstationen? Warum möchte er Pfarrer werden? Was ist ihm wichtig und was wünscht er sich für die Zukunft? Dies und mehr hat er uns verraten.
Mein Name ist Paul Geck, ich komme ursprünglich aus Hessen und bin 33 Jahre alt. Meine Frau Leah und ich sind stolze Eltern eines Sohnes, der Ende letzten Jahres geboren ist. Mit dem Vikariat sind wir gleichzeitig auch im Familienleben angekommen! Beides hat richtig gut angefangen.
Dass ich gerne Pfarrer werden möchte, ist mir erst in den letzten Jahren klar geworden. Am Anfang hat mich vor allem die Theologie gereizt, die vielen Fächer und Perspektiven, die zu einem Theologiestudium gehören. Ich habe länger in Heidelberg studiert, dann für jeweils ein Semester in Leipzig und Greifswald, und schließlich noch zwei Jahre in Rom. Das war für mich die schönste Zeit des Studiums, in dieser Stadt ökumenisch zu studieren und nebenbei viele Einblicke in Klöster und katholisches Gemeindeleben zu bekommen. Ich habe wertvolle Freundschaften geschlossen mit Menschen, die aus ganz anderen Hintergründen kommen und trotzdem so viel mit mir teilen. Dass unserem Glauben die vielen unterschiedlichen Kontexte gut tun, in denen er verkörpert und gelebt wird, habe ich in Rom erfahren.
Danach habe ich vier Jahre lang an meiner Doktorarbeit gearbeitet. Die Corona-Zeit habe ich deshalb relativ gut überstanden, weil sich mein Schreibtischalltag kaum verändert hat! Anlass der Arbeit war meine persönliche Frage, was es bedeutet, im Rahmen der Kirche in Gemeinschaft zu leben. Dieser Begriff und das besondere Verständnis von Gemeinschaft im Christentum fasziniert mich immer noch. Meine Arbeit habe ich noch in die ersten Monate des Vikariats mitgenommen, sie mittlerweile aber Gott sei Dank zum Abschluss gebracht.
Jetzt sind wir als Familie in der Johannesgemeinde in Bühl gelandet. Es gefällt uns gut und wir haben uns schon ziemlich eingelebt. Zu Beginn des Vikariats verbringt man viel Zeit in der Schule, was mir großen Spaß macht, aber auch dazu führt, dass ich im Gemeindeleben bisher noch nicht sehr präsent sein konnte. Darauf freue ich mich, wenn sich in den kommenden Monaten der Fokus Richtung Gemeinde verschiebt!
Ich habe Lust darauf, Pfarrer zu sein in einer Kirche, die sich verändert. Ich gehe mit einer ziemlichen Gelassenheit in die laufenden Transformationsprozesse, weil ich weiß, dass wir letztlich unsere Kirche nicht in der Hand haben, sondern dass Gott in und durch sie wirkt.
Für die Zukunft wünsche ich mir, dass wir eine neue Gemeinsamkeit erlernen im Glauben. Uns Evangelische sollte nicht der Unterschied zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen bestimmen, sondern der gemeinsame Weg im Glauben. Mich fasziniert das Gebet Jesu, dass Menschen in unserer Einheit den dreieinigen Gott erkennen (Joh 17).

