Suchtprävention bei Schülerinnen und Schülern

ESB-Newsletter mit wichtigem Thema

 
LESEN UNBEDINGT ERLAUBT!!!
(Auszug aus dem Newsletter 2/2024 der Ev. Schülerinnen- und Schülerarbeit Baden): "Liebe Leserinnen und Leser, das Thema „Sucht“ ist in unserer Gesellschaft allgegenwärtig und betrifft in hohem Maße auch immer junge Menschen, insbesondere im Kontext Schule. Dabei geht es längst nicht nur um Substanzen wie Alkohol oder Cannabis. Auch Verhaltenssüchte, wie die Abhängigkeit von sozialen Medien oder Videospielen sind bei Jugendlichen auf dem Vormarsch.

Die Pubertät ist eine besonders sensible Phase, in der Kinder und Jugendliche auf der Suche nach Anerkennung, Identität und Zugehörigkeit sind. Der Druck, in der Schule, im Freundeskreis oder in den sozialen Medien zu bestehen, ist hoch. Viele finden Ablenkung oder vermeintliche Entlastung in Substanzen oder digitalen Angeboten – oft mit langfristigen Folgen für ihre Gesundheit und ihr soziales Leben. Es ist daher von großer Bedeutung, Schüler*innen frühzeitig über die Risiken und Folgen von Sucht aufzuklären. Präventionsprogramme in Schulen sowie ein offener Austausch zwischen Eltern, Lehrkräften und Jugendlichen sind entscheidende Schritte, um diesem wachsenden Problem entgegenzuwirken. Wichtig ist dabei, den Fokus nicht nur auf die Substanzabhängigkeit zu legen, sondern auch auf die psychischen und sozialen Auslöser von Süchten einzugehen. Ein Beispiel für gelingende Suchtprävention in Karlsruhe ist die Aktionswoche „Sucht in kleinen Dosen“: Schüler*innen durchlaufen dort innerhalb eines Tages mehrere Workshops zu Themen wie Substanz- oder Medienkonsum, Suchtentstehung oder Erlebnispädagogik und können sich mit verschiedenen Facetten von Sucht- und Suchtentstehung auseinandersetzen und eigene Verhaltensweisen reflektieren. Als Gesellschaft tragen wir gemeinsam die Verantwortung, junge Menschen zu stärken und ihnen alternative Wege aufzuzeigen, um mit Stress, Druck und Ängsten umzugehen. Nur so können wir verhindern, dass junge Menschen in die Suchtfalle tappen und ihre Zukunft gefährden."
Philipp Weber, Stadt Karlsruhe, Präventionsbüro SUCHT