Breites Angebot für den kleinen Geldbeutel / Paradies für Schnäppchenjäger
„Für junge Eltern ist das hier ein Paradies“, sagt Andrea Flackus. Die langjährige Kundin kommt regelmäßig in den Diakonieladen LeoFünf und stöbert durch das breitgefächerte Angebot.
Quelle: Diakonisches Werk Baden-Baden und Rastatt - eingebettet von diakonie-bad-ra.de
„Für junge Eltern ist das hier ein Paradies“, sagt Andrea Flackus. Die langjährige Kundin kommt regelmäßig in den Diakonieladen LeoFünf und stöbert durch das breitgefächerte Angebot. „Hier gibt es Sachen, die man nirgends sonst findet“, sagt sie und spricht einen großen Vorteil gegenüber dem Kauf im Internet an: „Hier kann man die Sachen in die Hand nehmen und sieht sofort, wie der Zustand und die Verarbeitung sind“, sagt Andrea Flackus.
Immer wieder wird sie auch bei den Kinderbüchern fündig, hat im Diakonieladen LeoFünf bereits ein Waffeleisen für Donuts oder eine Cachon-Trommel gefunden. Ein wichtiger Aspekt ist für sie wie für viele andere Kunden die Nachhaltigkeit. Was andere nicht mehr benötigen landet nicht im Abfall, sondern macht den Kunden von LeoFünf noch eine Freude. Doch wie lange ist das noch möglich? „Wenn wir in den nächsten Wochen und Monaten nicht deutlich mehr Kunden haben, müssen wir noch in diesem Jahr schließen“, schildert der Leiter des Rastatter Diakonieladens Jürgen Zechiel die aktuelle Situation und macht damit klar, dass der Diakonieladen LeoFünf des Diakonischen Werkes Baden-Baden und Rastatt schon bald Geschichte sein könnte.
An den Preisen und am Angebot kann es beim Diakonieladen kaum liegen. Denn hier werden Kleidung und ganze Wohnungseinrichtungen für kleines Geld verkauft. Und das an Jedermann. „Leider wissen viele das gar nicht“, bedauert Jürgen Zechiel. Während beispielsweise für die Rastatter Tafel ein Berechtigungsschein benötigt wird, kann im Diakonieladen jeder einkaufen. Viele freuen sich dabei nicht nur über das ein oder andere Schnäppchen, sondern auch über manch Kuriosität. So sind immer wieder alte Spielzeugautos, alte Schallplatten, außergewöhnliche Kunstwerke und Gemälde im Angebot. „Eben all das was uns gespendet wird“, sagt Jürgen Zechiel und zeigt auf einen eigenen Raritätenschrank, den er im Eingangsbereich aufgestellt hat. Neu im Programm ist seit kurzem verschiedene Sonderangebote, die es immer mittwochs zu entdecken gilt.
Im Jahr 2000 ist der Diakonieladen vom Körnermagazin an seinen jetzigen Standort (Zur Leopoldfeste 5) gezogen. Die Halle wurde zuvor in mehr als 3700 Arbeitsstunden von Ehrenamtlichen grundlegend renoviert. „Nach und nach ist der Laden entstanden wie er sich heute zeigt“, sagt Jürgen Zechiel. Im großen Verkaufsraum werden heute alle Warengruppen angeboten. Das Angebot reicht von Kleidung und Schuhen über Möbel, Geschirr und Gläser bis zu Handtüchern, Elektrogeräten und Büchern.
2023 wurde der Diakonieladen zuletzt umgebaut und technisch modernisiert. Bargeldloses Bezahlen ist jetzt kein Problem mehr. In diesem Jahr wurde der Bereich für die verkaufsstarken Möbel und Kleidungsstücke vergrößert und die Umkleidekabinen neu platziert. Zudem wurden die Öffnungszeiten angepasst. „Damit sind wir dem Wunsch vieler Kunden entgegengekommen“, sagt Jürgen Zechiel. Montags und Mittwochs ist zwischen 11 und 16 Uhr geöffnet, Dienstags und Donnerstags zwischen 11 und 17:30 Uhr.
Ziel des Diakonieladens LeoFünf ist es, Menschen, die sich aus finanziellen Gründen keine Neuanschaffungen leisten können, zu unterstützten. Im letzten Jahr kamen rund 14000 Kunden. „Es ist wichtig zu wissen, dass wir nur voll funktionsfähige Geräte und gut erhaltene Kleidung anbieten“, sagt Jürgen Zechiel. Alles stammt aus Spenden oder aus Haushaltsauflösungen. Rund 25 ehrenamtliche Mitarbeiter helfen beim Sortieren. Dazu kommen vier Stellen, die vom Arbeitsamt gefördert werden und eine Stelle eines Bundesfreiwilligendienstleistenden. Zudem finanziert der Diakonieladen eine Teilzeitstelle eines Sozialarbeiters.
Künftig wird dies nur möglich sein, wenn die Einnahmen deutlich steigen. „Das Angebot ist groß, so dass wir uns auf mehr Kunden freuen“, sagt Jürgen Zechiel. Kunden, die hier nicht nur günstig einkaufen, sondern gleichzeitig auch nachhaltig handeln und die Idee des Diakonieladens damit unterstützen.