„Alles ist im Fluss und verändert sich ständig“

Bezirkssynode im März 2024: ekiba2032 - Status Quo und was kommt jetzt?

 
 
Zur Bezirkssynode am 8. März 2024 waren 55 von 57 Wahlberechtigten in den Bonhoeffersaal in Baden-Baden gekommen. „Darauf können wir doch stolz sein“, freute sich die Vorsitzende Ute Müller bei ihrer Begrüßung. Erstmals dabei waren auch die Vertreterinnen der Kirchengemeinde Lichtenau und Scherzheim, die seit 1. Januar 2024 zum Kirchenbezirk Baden-Baden und Rastatt gehört.

Teilnehmer der Bezirkssynode im März 2024
Im ersten Teil der Synode stand die Wiederwahl von Schuldekan Helmut Mödritzer auf der Tagesordnung, der mit einer großen Mehrheit in seine dritte Amtszeit gewählt wurde s. separater Beitrag im News-Bereich 
 
Der zweite Teil stand ganz im Zeichen des Strategieprozesses „ekiba 2032“. Dekan Christian Link informierte die Synodalen ein letztes Mal vor der endgültigen Beschlussfassung durch den Bezirkskirchenrat über den aktuellen Stand des Personal- und Gebäudeplans im Kirchenbezirk. 
Gleichzeitig stellte er auch Zahlen zur Mitgliederentwicklung im Kirchenbezirk vor. Zählte der Bezirk im Jahr 2011 noch 50.000 Mitglieder, werden es im Jahr 2036 wahrscheinlich nur noch 33.000 sein. Link befürchtet aber, dass diese Zahl bereits 2030 erreicht sein wird, denn: „Wir verlieren aktuell 1.000 Gemeindemitglieder im Jahr.“
 
Anschließend informierte der Dekan über das weitere Vorgehen. Seit 1. Januar 2024 arbeiten alle Hauptamtlichen in Dienstgruppen. Das „Erprobungsgesetz Kooperationsräume“ und die „Dienstgruppen-RVO“ beschreiben dafür die Grundlagen. Aber jede Dienstgruppe muss selbst aushandeln, wie die Arbeitsverteilung künftig aussehen wird. Alle Beteiligten können dazu das Format der „24-Stunden-Checks für Kooperationsräume“ in Hohenwart für ihre aktuelle Dienstgruppe und ihren Kooperationsraum nutzen, um ihre künftige Zusammenarbeit zu klären, einen gemeinsamen Dienstplan zu vereinbaren und Synergien zu erreichen. Sind diese Klärungen getroffen, kann ein gemeinsamer Dienstplan erstellt werden. Der Kooperationsraum Nord steht schon in den Startlöchern für den 24h-Check, Süd folgt im April und Ost voraussichtlich im Herbst.
 
30 Prozent der Arbeit werden künftig im Kooperationsraum verortet sein, d.h. nicht nur in der Gemeinde, sondern in den Dienstgruppen: 
  • Es wird ein Terminstundenmodell und gemeinsame Dienstpläne für die Hauptamtlichen geben;
  • Pfarrstellen werden nur noch in Kooperationsräumen ausgeschrieben; 
  • Es wird begleitende Ausschüsse geben;
  • Es wird Fusionen von Kirchengemeinden geben. Bereits für Ende 2024 ist die Fusion der Baden-Badener Stadtkirchen-, Paulus- und Luthergemeinde geplant. Auch für das Murgtal gibt es bereits Fusionspläne.
Bei dieser Gelegenheit gab Dekan Link bekannt, dass die stellvertretende Dekanin Ute Jäger-Fleming Ende Februar zur Dekanin des Kirchenbezirks Neckar-Bergstraße gewählt wurde. Gemeinsam mit ihrem Mann, Pfarrer Dr. Kenneth Fleming, wird sie zum Sommer 2024 Baden-Baden verlassen. 
 
„Alles ist im Fluss und verändert sich ständig“, resümierte der Dekan. „Dabei ist Kommunikation zwischen allen Beteiligten megawichtig“.